Paulina Núñez fordert von der Regierung einen Beschäftigungszuschuss und mehr Ausgaben gegen die Arbeitslosigkeit

Die RN-Senatorin erklärte, der Plan Chile Despega reiche angesichts einer Arbeitslosenquote von 9,6% nicht aus, und forderte noch diese Woche konkrete Antworten.

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Senatspräsidentin Paulina Núñez (RN) forderte die Regierung von José Antonio Kast an diesem Sonntag auf, „den Geldbeutel etwas weiter zu öffnen“, um die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen. Als außerordentliche Maßnahme schlug sie einen Arbeits- oder Beschäftigungszuschuss vor.

Núñez äußerte sich in der Sendung Mesa Central von T13. Nach Angaben des Senders bezeichnete die Senatorin den Plan Chile Despega, die Strategie der Regierung zur Wiederbelebung der Wirtschaft und zur Schaffung von Arbeitsplätzen, als unzureichend.

Den Hintergrund bilden die Zahlen. Laut dem Nationalen Statistikinstitut (INE) erreichte die Arbeitslosenquote 9,6% im Dreimonatszeitraum Juni bis August 2026. Die am selben Sonntag veröffentlichte Criteria-Umfrage ergab für Kast 27% Zustimmung und 64% Ablehnung, seine schlechtesten Werte in sieben Monaten Regierungszeit.

Für Núñez hängen beide Zahlen zusammen. „Wenn es in Chile einen Notstand gibt, dann ist es die Arbeitslosigkeit“, erklärte sie. Sie fügte hinzu, dass die Sicherheit unter den Sorgen auf den zweiten Platz gerückt sei, und warnte, sobald die Ablehnungskurve überschritten sei, „ist es sehr schwierig, das umzukehren“.

Zu Chile Despega räumte die Senatorin ein, dass die Regierung mittel- und langfristig arbeite. Sie betonte jedoch, dass sofortige Maßnahmen für Familien ohne Arbeit und für Menschen fehlten, die in Angst vor dem Verlust ihres Arbeitsplatzes arbeiten. Die Quellen erläutern den konkreten Inhalt des Plans nicht näher.

Núñez stellte klar, dass sie kein IFE (Familiennoteinkommen, die breit ausgezahlte Unterstützung während der Pandemie) fordere, erst recht keines für alle. „Wir glauben nicht an Zuschüsse, aber wenn man einen Notstand hat, muss man zu außergewöhnlichen Maßnahmen greifen“, sagte sie.

Die Senatorin forderte, dass der Vorschlag offiziell von der Regierung vorgelegt werde und breite politische Unterstützung erhalte. Ihr erklärtes Ziel ist es, zu verhindern, dass die Lücke durch Ideen gefüllt wird, die sie als populistisch bezeichnete. In diesem Zusammenhang wurde sie zur Absicht der Partei des Volkes (PDG) befragt, eine erneute Entnahme von Rentengeldern für Menschen voranzutreiben, die seit sechs Monaten oder länger ohne Arbeit sind.

Núñez warnte auch vor Folgen für die Gesetzgebung. Wenn eine Regierung „auf dem absteigenden Ast ist“, falle es ihren eigenen Abgeordneten schwer, für ihre Gesetzesvorhaben zu stimmen, sagte sie. Sie erinnerte daran, dass ihr politisches Lager die Senkung der Unternehmenssteuer ohne Vorbehalte verteidigt habe und dass der Haushalt 2027 auf mehr öffentliche Bauvorhaben setze, um Arbeitsplätze zu schaffen.

Im selben Interview kritisierte sie die im Haushalt 2027 vorgesehene Abschaffung des Programms Elijo mi PC, das Schülerinnen und Schüler mit Computern versorgt. „Ich hätte es nicht gestrichen“, erklärte sie und versicherte, dass der Kongress es wiederherstellen werde.

Die verfügbaren Quellen verzeichnen keine Antwort von La Moneda auf den Vorschlag für den Zuschuss. Núñez setzte eine Frist: Nach ihren Worten muss die Regierung diese Woche „konkrete Antworten zum Thema Beschäftigung“ vorlegen.

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